Psychosomatik

Psychosomatik

Die Psychosomatik (Psyche = Seele, Soma = Körper) befasst sich speziell mit dem Zusammenhang zwischen der ursprünglichen seelischen Störeinwirkung und der späteren Darstellung in Form von körperlichen Störungen und Krankheiten. Wie auf einer Theaterbühne drückt der Körper in symbolischer Form das seelische Leid aus. Menschen mit psychosomatischen Erkrankungen haben meist eine jahrelange, leidvolle Odyssee durch die „Maschine“ ärztlicher Diagnostik und Therapie hinter sich, manchmal sogar nutzlose Operationen.

In meiner Praxis bin ich darauf spezialisiert, den seelischen Zufluss einer körperlichen Erkrankung zu erkennen und rechtzeitig ursächlich zu behandeln. Mit den heute zur Verfügung stehenden Methoden der modernen Psychotherapie kann das psychosomatische Leiden oftmals vom Ursprung her geheilt oder gelindert werden. Hierzu kann zusätzlich auch der Einsatz spezieller Medikamente sinnvoll sein.

Informationelles

Hier können Sie von mir selbst Geschriebenes lesen. Zum eigenen Wiederfinden und besseren Verstehen.

Körper und Seele, eine Geschichte zur Psychosomatik

Dr. Wille leitet eine Fabrik, die er von seinen Eltern übernommen hat. Von der Firma Aus & Löser hat er einen großen Auftrag in Aussicht gestellt bekommen. Chef von Aus & Löser ist der alte Duncan Despott. Er ist Dr. Wille zutiefst unsympathisch, aber seine Firma braucht dringend diesen Auftrag. Bei der Auslieferung von Probeprodukten kommt es jedes Mal zu unerklärlichen Fehlern, so dass Duncan Despott sich in scharfer Form bei Dr. Wille beschwert. Der kocht innerlich vor Wut und fürchtet, den Auftrag zu verlieren. Also beauftragt er den externen Berater Mc Freud herauszufinden, wodurch die Störung bedingt ist. Nach einer umfassenden und nicht billigen Analyse präsentiert Mc Freud das Ergebnis: ,,In Ihrer Entwicklungsabteilung sind zwei altgediente Mitarbeiter, die schon zu Zeiten Ihres verstorbenen Vaters in der Fabrik gearbeitet haben. Offensichtlich sabotieren die den Fertigungsprozess. Es sind die Mitarbeiter Klein und Kind. Sie manipulieren sehr geschickt Fertigungscomputer, so dass Waren fehlerhaft hergestellt werden.“

Rausschmeißen, diese Kannaillen

Dr. Wille sinkt zutiefst erschrocken in seinen Sessel zurück. ,,Ich möchte Sie `rausschmeißen, diese Kannaillen, aber sie sind unkündbar, gehören gleichsam zum Betriebsinventar.“ ,,Wie wär` s, wenn wir sie uns einmal anhören?“ fragte Mc Freud. ,,Ich lasse sie sogleich zu mir kommen.“ rief Dr. Wille und griff energisch zu seinem Telefonhörer. ,,Lassen Sie uns lieber zu Ihnen in die Abteilung gehen, es sind so lang gediente Mitarbeiter, sie werden ihre Gründe haben, und wir sollten eine vertrauensvolle Atmosphäre schaffen.“ schlug Mc Freud vor.
In der Entwicklungsabteilung fanden sie Klein und Kind. Beide waren eifrig beschäftigt. Dr. Wille fiel auf, wie müde und angestrengt Herr Klein aussah und wie resigniert und traurig Frau Kind. Plötzlich taten ihm diese beiden altgedienten Mitarbeiter sehr leid, seine Augen wurden feucht, er konnte sich gar nicht vorstellen, warum diese beiden den Betrieb sabotierten. Frau Kind gab sogleich zu, die Ablaufprozesse in der Motorabteilung gestört zu haben. Herr Klein blieb renitent und verweigerte die Aussage. Mc Freud, der schweigsam und gleichmütig das Treffen beobachtete, fragte: ,,Ihnen allen liegt doch das Heil dieses Betriebes am Herzen, was ist denn geschehen?“ Da antwortete Frau Klein: ,,Ihr neuer Kunde Duncan Despott ist ein Schwein. Er will uns fertig machen, er will die Entwicklungsabteilung okkupieren und zerschlagen.“ Sie schwieg einen Moment. Dann: ,,Er ist wie Ihr Vater, Gott hab ihn selig, der alte Willbrecht Wille, dem ich, wie Sie wissen, schon gedient habe.“ ,,Was war mit meinem Vater?“ fragte Dr. Wille erstaunt und beugte sich hinunter zu Frau Klein. ,,Sag du es ihm!“ sagte Frau Klein und wandte sich zu Herrn Kind. Der hielt den Kopf gesenkt und sagte mit leiser, trauriger Stimme: ,,Er hat uns in unserer Entwicklungsabteilung damals so viel kaputt gemacht. Wir hatten gute Pläne, phantastische Ideen, so schöne Entwicklungen, alles hat er kaputt gemacht und verboten.“

Schaden abwehren durch Schaden machen

Herr Kind war auf seinen Bürostuhl gesunken und hielt die Hände vor` s Gesicht. Frau Klein stand ganz nahe bei Dr. Wille, und zischte leise: ,,Wir konnten gegen ihn nichts machen, er war zu stark, aber wir schworen, dass uns niemand noch einmal so behandeln würde und dass wir es heimzahlen werden, wenn nicht jetzt, dann später.“ ,,Aber warum seid ihr denn nicht früher zu mir gekommen?“ rief Dr. Wille ganz erschüttert. ,,Wie sollten wir denn“ sagte Frau Klein leise, ,,Wir hatten doch gar keinen Zugang zu Ihnen.“ Und Herr Kind pflichtete ihr bei: ,,Sie haben doch gar nicht gewusst, dass es uns überhaupt gibt! Sind Sie jemals in all den Jahren in diese Abteilung heruntergekommen?“ Dr. Wille hatte sich hingesetzt und nickte gedankenverloren: ,,Sie beide haben also diesen Auftrag von Duncan Despott abgewehrt, weil Sie meinten, er werde unser Unternehmen beschädigen und haben dies gemacht, indem Sie Sabotage betrieben.“ Mc Freud, der am Fenster stand, sah nach draußen und fragte: ,,Despott hätte Ihre Firma beschädigt, nicht wahr, Dr. Wille? Und Klein und Kind hatten gar keine andere Wahl, als auf diese Weise Schaden abzuwehren.“
Herr Dr. Wille reichte Frau Klein und Herrn Kind die Hand. Als er den beiden beim Abschied in die Augen schaute, fiel ihm erstaunt auf, dass es der gleiche klare Blick seiner eigenen Augen war. Erleichtert und nachdenklich verließ Dr. Wille die Entwicklungsabteilung.

Können Sie jetzt vielleicht verstehen, weshalb Menschen Beschwerden und Krankheiten entwickeln, z. B. Muskelschmerzen, Muskelverspannungen, ohne dass sich zunächst bewusst ein Grund hierfür finden lässt?

Dick sein, Ballast abwerfen

Zu dick? Um damit fertig zu werden, gibt es grundsätzlich zwei Wege:

  1. Ich lerne, mich in meiner Unvollkommenheit zu mögen.
  2. Ich lerne, mich zu verändern zu mehr innerseelischer Freiheit.

Eines sei gleich gesagt: Für Menschen, die genetisch bedingt an Übergewicht leiden, ist der zweite Weg nicht gehbar. Glauben Sie keinen falschen Versprechungen!

Beide Wege sind anstrengend, aber die Belohnung ist ziemlich sicher. Dabei geht es ohne Hilfe nicht, denn tiefgreifende Entwicklung und innerseelische Veränderung geschieht im informatorischen und emotionalen Austausch. Es geht um intensives Suchen!

Ballast hält uns am Boden, stabilisiert uns. Ein Fesselballon kann erst aufsteigen, wenn Sandsäcke abgeworfen sind. Dann geht es nach oben in die Freiheit und Leichtigkeit der Lüfte. Wenn wir die Energiezufuhr des Feuers unter dem Ballon wieder drosseln, geht es sanft nach unten.

Besänftigung mit Essen – Schluss damit!

Viele dicke Menschen können so nicht leben. Sie durften nicht lernen, Ballast abzuwerfen. Ein innerer Tyrann verhindert das. Er fesselt sie. Die unbewusste Vergeltungsaggression ist ein Teil des Problems. Sie muss aufgelöst werden: „Ich bin wütend, ich bin voller Ärger und Verachtung, ich schlage zurück, ich räche mich“! Dieses eingesperrte Wesen lebt unerlöst in sehr vielen dicken Menschen und wird täglich mit Essen, ja mit Fressen, besänftigt. Es ist ein auch sehr einsames Wesen. Es braucht Befreiung!

Der Weg aus der Wut ist Deutlichkeit. Was gesagt werden muss, muss gesagt werden. Der Weg aus der Vergeltung ist innere Größe. Der Weg aus der Einsamkeit ist die Erfahrung, dass ich sein darf, wie ich auch bin – schwer erträglich, laut und böse, gemein und rachsüchtig! Hieraus kann ich mich befreien.

Herzneurose

Ich brauche jemanden, der mich kennt und der mich versteht. Jemanden, der auf mich eingeht und mir Sicherheit gibt, wenn ich spüre, wie hilflos ich emotional gegen eine Wand renne, wenn der geliebte Mensch mich nicht annehmen kann. Ich merke, dass ich nur knapp noch Luft bekomme, ich rege mich über mich selbst auf: „Du kannst machen, was du willst, du schaffst es nicht“.

Ich habe es nie geschafft, nicht bei der Mutter, nicht beim Vater, ein furchtbarer Druck, Todesangst, Panik: „Als wenn ich auf einem Gleis festgebunden liege, der Zug kommt immer näher“. Die eigentlich gewünschte Reaktion tritt nicht ein: Dankbarkeit der Anderen dafür, dass ich da bin! Da bin, mit all meinen liebevollen Bemühungen!

Das Herz ist unser Kind in uns

Ich habe solche Resonanz von meiner Mutter nie bekommen, nicht die Spur! Sie sagte nur: „Verhalt Dich so, dass die Leute nichts Schlechtes sagen können!“ Aber ich war ein neugieriges, fröhliches, bewegliches Kind. Ein eingesperrtes liebes Herz!

Denn unser Herz ist unser Kind in uns, ist unser innerer Platz der Freiheit, der Lebendigkeit.

Ich suche nach dem Menschen, der mich geduldig tröstet und mir nahe ist, auch wenn ich mit meinem Herzeleid schwer erträglich bin. Ich kann nicht, wie ich möchte. Und ich wünsche mir doch jemanden, der mich aus meinen Dornenkäfig befreit. Aber im Leben begegne ich immer wieder denen, die selbst in ihren Ängsten und Zwängen gefangen sind, Menschen, die fordern, dabei aber nicht geben können. Ich weiß, ich verlange zu viel. Aber die Sehnsucht bleibt.

Wissenschaftliches

Hier finden Sie den Abdruck fremder Schriften oder von mir bearbeitete wissenschaftliche Veröffentlichungen. Sie sollen Ihnen zur diagnostischen und therapeutischen Orientierung dienen.

Fibromyalgie

Diese nicht entzündliche Erkrankung mit chronischen Schmerzen der bindegewebigen Strukturen, die mit der Muskulatur verbunden sind, hat einen sehr hohen psychosomatischen Zufluss. Mehr machen müssen, als möglich ist, ohne die erhoffte Gratifikation, dann ein letzter äußerer Stressor und evtl. eine Infektion und die Krankheit bricht aus. Das Konto psychischer Energie ist zu weit überzogen. Hilfe ist möglich. Weg von Machen und Handeln als Kompensationsmechanismus hin zu seelischer Autonomie durch gute Trennung von falschen Vorgaben und nicht zu bewältigenden negativen Übertragungen der Vorfahren, die alle Angst geboren haben. Hilfe ist immer möglich, Heilung habe ich erlebt.

Anorexie

Psychodynamisch geht es um Kontrolle zur Angstbindung und gleichzeitig unbewusste Vergeltungsaggression, die selbstgewendet ist. „ Ich möchte leben und geliebt sein, aber nicht zu euren Bedingungen, das habt ihr davon!“

So oder ähnlich spricht die Seele. Aus einer guten Mischung analytischer, tiefenpsychologischer und verhaltenstherapeutischer Maßnahmen ergibt sich nach meiner Erfahrung der beste Weg zum Abbau der unerträglichen inneren Spannung.

Bulimie

Hinnehmen müssen und wieder loswerden können sind nicht im Gleichgewicht. Von beidem zu viel, autoaggressiv verarbeitet. Trennung aus den Ängsten und der Tyrannei der Vorfahren ist im Inneren notwendig, damit Befreiung und Spielraum möglich werden. Die Bulimie kann allein durch Ich-Stärkung nicht bewältigt werden, es ist gleichzeitig eine Befreiung von viel zu hoher seelischer Konfliktspannung notwendig im Konfliktfeld zwischen Wachsen und Werden einerseits und liebevoller Bindung andererseits.

Adipositas

Übergewicht entsteht meist durch eine nicht vom Ich noch kontrollierbare „Fresssucht“. Essen als autoaggressive Ersatzbefriedigung und selbstbeschädigendes Ausleben von unbewusster Vergeltungsaggression. Da hilft keine Diät, weil das Ich keine Diät durchhalten kann. Das Ich ist am Ende seiner Kraft. Es braucht Hilfe. Ballast abwerfen heißt sich von angstgenerierten inneren Bindungen zu trennen und loszufliegen: „ Hurra, ich fliege, ich bin frei!“

Hier wird von mir oder von fremden Autoren Geschriebenes veröffentlicht, das den gesamten Menschen in seinem humanistischen und religiösen Bereich berührt.

Sir John Eccles erhielt 1963 den Nobelpreis für Medizin und starb 1997.
1995 wurde dieses letzte Interview vor seinem Tod aufgezeichnet.

Herr Eccles, Sie sind ein „Dualist“, der glaubt, dass es eine vom Körper unabhängige Seele gibt. Wie wollen Sie nachweisen, dass diese Idee stimmt und die Seele auch nach dem Tod fortbestehen kann?

Ich glaube die Frage nach der Herkunft des Selbst lässt sich nur religiös beantworten. Es wird uns gegeben, es ist der Geist Gottes. Zugleich erkärt meine Theorie, wie das Bewusstsein – rein biologisch – im Zuge der Evolution entstanden sein könnte.

Müssten dann nicht auch Tiere bereits Bewusstsein besitzen?

Zumindest Säugetiere. Doch ein Selbstbewusstsein hat nur der Mensch. Das ist ein großer Unterschied. Hunde und Katzen etwa erkennen sich nicht im Spiegel, ebenso wenig Säuglinge. Mit dem Auftreten der Säugetiere vor rund 200 Millionen Jahren entwickelte sich auch der Geist. Zuvor war die Welt „geistlos“.

Gibt es eine Möglichkeit, Ihren Ansatz zu beweisen?

Mit den heutigen Methoden noch nicht. Deshalb werden die Dualisten in der Fachwelt gemieden. So habe ich Schwierigkeiten, meine Ideen zu veröffentlichen. Das Geheimnis unserer Existenz ist größer, als wir es uns je vorstellen können.

Körper, Geist & Seele im Einklang

Kontaktmöglichkeiten Praxis Dr. med. Stephan in Wentorf

Adresse

Hauptstrasse 7a | 21465 Wentorf