Liebesbeziehungen

Liebesbeziehungen

Schlechte Beziehungen oder schlechte, gar kriegerische Trennungen belasten das Leben schwer und oft auf lange Zeit, ja über Generationen, wenn Kinder mit einbezogen sind. Aus Beziehungsunglück, drohenden Trennungen und seelischer Not durch Verlassenwerden ist es immer möglich, zu einem guten oder doch besserem Ergebnis zu kommen.

 

Kommen Sie gemeinsam oder kommen Sie als der verlassene und leidtragende Mensch allein. Ich werden mit Ihnen zusammen Wege finden, dass es Ihnen wieder besser geht. Äußere Trennungen sind das eine, innere Trennungen sind das, worum es wirklich geht. Seit mehr als 20 Jahren beschäftige ich mich mit der Lösung von Beziehungskonflikten, Beziehungskrisen und Katastrophen. Hierzu habe ich ein eigenes sowohl systemisch als auch psychoanalytisch begründetes Therapiekonzept entwickelt.

Informationelles

Hier können Sie von mir selbst Geschriebenes lesen. Zum eigenen Wiederfinden und besseren Verstehen.

Unnötiges Scheitern einer Liebesbeziehung

Was kann eine Liebesbeziehung oder eine Ehe unnötigerweise scheitern lassen?

1. Es besteht eine falsche Erkenntnis.

Sie heißt: Wenn der Andere aus meinem Leben verschwunden ist, habe ich mein Problem gelöst. Doch nach der Trennung gehen die Probleme erst richtig los. Im Äußeren wie im Inneren. Wirtschaftliche Probleme (die finanzielle Not der Alleinerziehenden), Sorgerechtsstreitereien, Erziehungsschwierigkeiten, Job-Schwierigkeiten (besonders, wenn Mann und Frau beruflich an einem Strang zogen). Und häufig entsteht weitere Unfriedlichkeit dadurch, dass neue Liebespartner von den gemeinsamen Kindern nicht akzeptiert werden. Zu allem kommen innerseelische Probleme. Denn alles, was nicht friedlich geklärt und gelöst wird, schafft neues Elend, neues Leid, oft in Form von Krankheiten. Betroffen sind häufig nicht nur wir, sondern alle geliebten Menschen – etwa die Kinder – im Umfeld.

2. Richtig ist die folgende Erkenntnis:

Der Mensch, der mir vom Leben geschickt wurde und dem ich in Liebe verbunden war, stellt in der Art und Weise, wie er mir begegnet, wie er auf mich reagiert, wie er mich behandelt, die Aufgabe dar, die ich zu bewältigen habe.

Es ist wie eine Mathematikaufgabe, die mir in der Schule gestellt wird. Ich muss mit ihr fertig werden! Wenn nicht, ist es mit Verlusten, unnötigen Umwegen verbunden. Ich kann mich aufregen, auf die Lehrer schimpfen, Schuldzuweisungen an die Schulpolitik vornehmen. Ich kann auch fluchen darüber, dass ich zu dumm bin, die Aufgabe zu lösen. Doch alles nützt nichts: Es gibt kein Entrinnen! Entweder löse ich die Aufgabe. Oder ich muss einen guten Weg finden, um auf andere Weise weiter zu kommen.

Aus Beziehungskonflikten heraus gibt es nur einen guten Weg: Die Konflikte und meinen Anteil daran begreifen, sie wirklich benennen können. Dann muss ich mich ihnen stellen und sie bewältigen. Das Ergebnis heißt dann: (Neue) Zuneigung und (neuer) Frieden oder auch gute Trennung (der schwierigere und längere Weg).

Vielen von uns wurden schon in der Kindheit von den Eltern gleichsam unlösbare Aufgaben gestellt. Z.B. eine gute Stimmung herstellen zu müssen, wenn unter den Eltern fortwährend Streitereien waren. Gute Stimmung ist nämlich eine der vier unabdingbar notwendigen pädagogischen Voraussetzungen, damit ein Kind in Geist und Seele gut gedeihen kann. Den anderen Zustand finden wir besonders bei Menschen, die in ihrem Elternhaus eine „Idyllenerziehung“ erlebt haben. Sie wurden von allem Bösen und Widersprüchlichen des Lebens ferngehalten. „Harmonie“ stand auf einem großen Schild über ihrem Elternhaus. Wenn dieses Idyllensyndrom auch noch mit dem „Gutmenschensyndrom“ aufgeladen ist (,,Alle Menschen sind gut, man muss nur an sie glauben“), kann es gefährlich werden. Etwa dann, wenn dieses Menschen in einer späteren Entwicklungshase mit dem Schlimmen, dem Üblen des Lebens konfrontiert werden. Da lassen sich Frauen auf Schwerverbrecher ein, begegnen Drogen oder Gewalt und Männer erleben es, dass sie ausgenutzt und von hinten bis vorne ausgenommen werden.

Vorsicht also, wenn in einer Liebesbeziehung, in einer Ehe fortwährend Ärger und Wut über den Anderen entstehen. Aufgepasst, wenn Vorwürfe und Vorhaltungen, Beschimpfungen und Herabwürdigungen des Anderen das Miteinander bestimmen. Alarm, wenn der Wunsch nach Ausbruch oder Rückzug übermächtig wird. Wenn auch nur ein Punkt zutrifft, dann ist dringend Hilfe notwendig. Sonst droht eine unnötige Beziehungskrise oder gar Beziehungskatastrophe!

Auslöser für Beziehungsschwierigkeiten

Eine krisenhafte Verdichtung von Lebensstressoren ist nie auszuschließen. Krankheit, Tod von Verwandten, Berufsstress (zu hohe Arbeitsverdichtung, Ärger mit Kollegen oder Vorgesetzten), wirtschaftliche Nöte, nicht mehr gut zu bewältigende Erziehungsprobleme (Drogensucht bei Jugendlichen, schlechter Umgang) können Auslöser sein. Die Überforderung bewirkt fortwährend schlechte Stimmung. Es entsteht meist eine Mischung aus Angst, Ärger, Wut, Traurigkeit und hoher Nervosität und Reizbarkeit.

Auch innere Stressoren bringen uns durcheinander. Sie entstehen häufig im Zusammenhang mit dem Älterwerden. Schon lange vorhandene Unzufriedenheiten können sich zu Krisen auswachsen. Das nicht Erreichte, das vermeintlich nicht genug Gelebte soll nun noch irgendwie nachgeholt werden. Liebesaffären, übermäßiger beruflicher Ehrgeiz, Erfolgssucht bewirken, dass großer Stress in die Ehe hineingezogen wird.

Aus dieser Schieflage entwickeln sich sehr schnell Kommunikationsschwierigkeiten. Immer wieder habe ich erlebt, dass Paare, die mit Beziehungskonflikten und Krisen nicht mehr fertig wurden, zu keiner friedlichen Konfliktkommunikation fähig sind. Es wurde schlichtweg nicht gelernt, weder identifikatorisch aus dem Elternhaus heraus noch später in Schule und Leben. Es ist eine Tatsache, dass Menschen in der Sicht der Dinge vor allem dissonant sind. You see it your way, I see it my way. In der friedlichen Konsens-Kommunikation haben wir Menschen Möglichkeiten, mit allen Dissonanzen umgehen zu können. In der Krise werden wir von subjektiv nicht mehr erträglichen Emotionen bedrückt, ja gefoltert. Am Ende meinen die Betroffenen, es nicht mehr aushalten zu können. Dann greift in unserer Seele ein primitives steinzeitmäßiges psychologisches Reflexprogramm: Fight or flight.

Die Folge ist eine „Kriegskommunikation“:

  1. Vorwürfe und Vorhaltungen.
  2. Negative Unterstellungen (,,Das tust du ja nur, um mich zu ärgern.“)
  3. Beschimpfungen.
  4. Herabwürdigungen (,,Du hast es doch noch nie zu irgendetwas gebracht.“)
  5. Wahrheit als Waffe (,,Du bist nun `mal zu fett, das ist doch offensichtlich.“)
  6. Zynismus, Sarkasmus, Ironie.

Oder es werden die defensiven Kommunikationskiller eingesetzt:

Manche verstecken sich hinter der Zeitung, schauen nur noch in den Fernseher, beschäftigen sich stets mit etwas anderem. Andere verlassen das Haus oder die Wohnung und steuern eine Kneipe an, ziehen sich in den Bastelkeller zurück oder gehen einfach ins Bett. Und wieder andere flüchten sich in kaltes Schweigen.

Kampf und Krieg! Wie soll ich die Liebe eines Menschen zurück gewinnen, wenn ich ihm den Kampf ansage! Erst den Anderen wieder mit den Augen der Liebe sehen! Wieder die Souveränität finden, ihn auszuhalten und gut miteinander reden zu können.

Sie fürchten, dass nicht mehr allein schaffen zu können? Vielleicht stimmt das. Doch wer allein den tropfenden Wasserhahn nicht reparieren kann, wird den Klempner holen. Warum also suchen Sie nicht professionelle Unterstützung? Mir rechtzeitig Hilfe zu holen, bringt die Souveränität zurück.

Was wir in einer Beziehung suchen

Was wir in einer Beziehung suchen

1. Geliebt werden:

„Schön, dass Du da bist, ein Glück, dass ich Dich habe.“ Dem Anderen seine Liebe zu zeigen und zu geben bedeutet sich täglich etwas auszudenken, was dem Anderen Freude bereitet, ihn überrascht und ihm deutlich macht wie wichtig er mir ist. Es auch aussprechen: „Ein Glück, dass wir uns haben.“ Die eigene Liebe auch vor Anderen bekennen, auch wenn es vielleicht gerade einen gewissen Mut erfordert: „Dich würde ich immer wieder nehmen.“

2. Anerkennung und Wertschätzung:

„Ich finde es gut, wie Du bist und was Du tust“. „Alle Achtung!“ „Ich sehe alle Deine Anstrengungen und Mühen, auch dass Du auch ganz anders leben musst, als Du eigentlich möchtest. Ich weiß, dass Du oft nicht kannst, wie Du willst. Ich weiß, wie viel Du auch an mir ertragen musst denn ich belaste dich oft, statt dir das geben zu können, was Du dir eigentlich wünscht. Keine Deiner Mühen, seien sie auch scheinbar noch so klein, sind mir selbstverständlich. Was Du gibst und wie Du bist, ist wunderbar.“

3. Sicherheit:

„Ganz gleich, wie Du bist, was Du sagst und was Du tust, ich werde zu Dir stehen, ich werde bei Dir sein, so wie ich es nur kann.Du kannst Dir meiner Rückendeckung sicher sein. Auch wenn Du mir noch so schwer erträglich bist, auch wenn mir Deine Stimmungen und Launen auf die Nerven gehen, wenn Du krank bist, wenn Du versagst, auch wenn Du gemein zu mir bist, vielleicht auch wenn Du schlimme Sachen tust, immer werde ich zu Dir stehen, immer bleibst Du ein Teil von mir. Auch wenn Du mich provozierst, mich beschimpfst, ich werde Dir sagen, wie es sich anfühlt, aber ich bleibe Dir nahe“.

4. Beachtung:

„Wo Du in Dir bist, dort möchte auch ich sein, wenn Du mich dazu einlädst, wenn Du es zulässt. Du bist für mich mit all Deinen Seiten interessant. Ich möchte wissen, was Dich beschäftigt, ich höre Dir gerne zu, auch wenn es für mich manchmal nicht leicht verstehbar ist. Ich möchte wissen, was Du mitteilen möchtest. Ich möchte mich auf Deine Gedanken und Gefühle einlassen können, wenn du es wünscht. Ich möchte verstehen, begreifen was Dich innerlich umtreibt, was Dich nervt, was Dich quält, was Dir Freude bereitet, was Du dir wünscht, wonach Du dich sehnst und sei es noch so sonderbar, verrückt, abartig, fordernd oder schwer erträglich.Ich werde Dir Resonanz geben, werde mich auf Deine Vorstellungswelt einstellen, werde mit meinem Instrument mich Deiner Melodie ein schwingen.“

5. Berührungen:

Ich sehe Dich an, ich höre Dir zu, unsere Worte berühren sich, ich fühle Deine Haut. Gute, schöne, liebevolle Worte sind Balsam für unsere Seelen. Interessiert, freundlich, ernsthaft, liebevoll, nachdenklich angeschaut zu werden ist angenehm für uns Menschen, wir fühlen uns zugehörig. Umarmungen, auch dann wenn der Andere eigentlich keinen Anlass dazu gibt, den Anderen festhalten, auch wenn er eigentlich weglaufen will, sich mit den eigenen Berührungen nicht beirren lassen, auch wenn der Andere provokativ ist, fördern zutiefst das Vertrauen. Sich nicht irritieren lassen, wenn der Andere sich entziehen möchte. Von einem liebevoll und gut meinenden Menschen berührt und festgehalten zu werden ist ein Wunsch, der letztlich in jedem von uns vorhanden ist.

6. Begrenzung und Entgrenzung:

Du blähst Dich auf, Du machst Dich zu klein. Ich versuche zu erkennen, was wirklich in Dir steckt und zu was Du wirklich werden kannst. Ich werde Dir freundlich, aber deutlich klar machen wo Du zu weit gehst oder wo Du deine Möglichkeiten nicht nutzt. Ich werde zu Dir freundlich, liebevoll und eingehend sein, andererseits aber auch ganz deutlich, offen und ehrlich. Ich werde Dich nicht in falscher Weise schonen.

Die eigenen Unaufgeräumtheiten, die neurotischen, also aus der Kindheit her rührenden Unfähigkeiten mit dem Leben wirklich gut umgehen zu können, mit sich selbst abmachen. Lieber einen guten Therapeuten suchen, oder mit Freundin / Freund sprechen, als seine eigenen Unaufgeräumtheiten in die Beziehung hinein zu tragen. Der Liebespartner ist nicht dazu da, mir meine seelischen Wunden zu heilen. Er ist auch nicht mein Psychotherapeut. Wenn er mir gut tut mit seiner Art, mit seinem Wesen, so will ich dafür dankbar sein, aber ich werde es nicht erwarten. Und ich werde auch dem Menschen, den ich vielleicht am meisten liebe, keine Schuldzuweisungen machen, dafür, dass er zu mir nicht so ist, wie meine, dass er zu mir sein müsste: „Du bist immer so gemein zu mir, Du könntest ja auch mal an mich denken.“ (Ein kleines Beispiel, wodurch Schuldzuweisungen zu unnötigen Verschlechterungen der Beziehung führen). Die zu hohen Erwartungen erwachsen ja daraus, dass ich selbst in mir zu viele Enttäuschungen und Kränkungen erlebt habe. Daraus resultiert der übermäßige Wunsch, der Andere solle diese Enttäuschungen gleichsam wieder gutmachen. Ein übermäßiger Wunsch erfährt in der Regel keine Erfüllung, da der Andere sich dadurch überfordert fühlt, sich davon zurückzieht oder auch, im schlimmsten Falle, diesen übermäßigen Wunsch erkennt und ihn für sich ausnutzt (Beispiel Heiratsschwindler). Meine Seele braucht Heilung, für die ich selbst arbeiten muss, für die ich mich selbst anstrengen muss, wo ich darauf hoffen kann, dass vielleicht einmal ein glückliches Zusammentreffen mit einem Menschen mich ein großes Stück weiter bringt.

7. Kommunikation:

Niemals in die Kampfkommunikation bringen lassen. Wenn es doch dazu kommen sollte, sich hinterher hierfür entschuldigen. Kampfkommunikation bedeutet Angriff, Erstarrung oder Flucht. (Der Bär kommt aus der Lichtung und ich greif ihn an, hau ab oder erstarre). Praktisch bedeutet dies im Angriff: Vorwürfe, Vorhaltungen, negative Unterstellungen, Beschimpfungen, Herabwürdigungen, Nachäffen, Sarkasmus, Demütigungen. Oder Flucht: Hinter der Zeitung verstecken, in den Fernseher schauen, ins Bett gehen, zur Tür raus gehen, in den Bastelkeller gehen, in die Kneipe fliehen, die Augen verdrehen und kalt schweigen.Erstarrung bedeutet für mich Depression, das ist für mich selbst schwer zu beeinflussen, weil es über mich kommt. Dann brauche ich sogleich professionelle Hilfe.

Gute Kommunikation bedeutet, wie schon teilweise oben aufgeführt, den anderen Menschen in seiner emotionalen schweren Erträglichkeit auszuhalten. Die mit Ärger, Wut, Angst, Trauer, Missmut, Unzufriedenheit gefüllten Pakete, die er mir kommunikativ zuschiebt nicht wieder zurück zu schieben, sondern sie mit dem Anderen zusammen versuchen zu beseitigen. Auf den anderen Menschen eingehen, ihn aushalten, ihm freundlich und liebevoll Wahres und Überzeugendes entgegen halten, ihn nicht loslassen, sondern bei ihm bleiben, es immer wieder mit einander zu bereden, bis wir es auf irgend eine Weise hin bekommen haben.

Zusammenpassen

Wie kann ich das sicher feststellen, ob wir füreinander geschaffen sind?

Ich fühle mich zu dem Anderen hingezogen, bin verliebt. Viel Gutes haben wir gemeinsam, sind uns in vielem ähnlich. Vor allem aber ist da eine Aufgabe, etwas in mir und dem anderen Unerledigtes – meist nicht bewusst – was wir zusammen erledigen möchten. Ein nicht Bewusstes, selbes großes Ziel. Eine Befreiung, Schritte in ein neues inneres Land. Denken wir z.B. an zwei Menschen, die in ihrer Kindheit schwerem Mangel an Liebe ausgesetzt waren. Beide haben auf ihre Weise das große innere Ziel: „ich möchte erleben, dass ich tatsächlich um meiner selbst willen geliebt bin“. Immer geht es um erlebte und erlittene Einschränkungen und Unausgewogenheiten – zu viel, zu wenig – ! Immer geht es um Ängste, Einengungen, Unfähigkeiten und ungünstige Lebensbewältigungsmuster unserer Vorfahren, die an uns weiter delegiert werden. Zwei Unbewusstheiten begegnen sich und erkennen auf geradezu wundersame Weise dieses leidvoll Unerledigte im Anderen.

Nehmen wir ein anderes Bild:

Ein Mann und eine Frau stürzen mit einem Flugzeug ab, überleben allein in unwirtlichem Gelände, weit weg von Menschen und Hilfe. Jetzt haben beide ein Ziel: Gerettet werden! Diese beiden werden also versuchen, es gemeinsam zu schaffen. So wie im Märchen von Hänsel und Gretel. Zusammenstehen gegen jede Gefahr, das Böse des Lebens und jede Versuchung. Aber nun das Dilemma: Es kann in gleicher Weise Liebesbeziehungen wie Ehen zerstören. Menschen mit übermäßigen Defiziten sind leicht irritierbar, werden schnell misstrauisch, geraten ins „Kampfprogramm“, provozieren. Stressoren von außen sind die Zünder. Vorwürfe, negative Unterstellungen, Herabwertungen, Beschimpfungen oder „Dichtmachen“, Abwenden, Abhauen und vor allem Schuldzuweisungen bekommen die Oberhand: „Wenn Du nicht so wärst, wie du bist, wäre alles gut. Du musst weg, dann geht es mir gut.“ So ist ein gemeinsames Bewältigen nicht mehr möglich. Hänsel und Gretel sind verloren, die Hexe hat gewonnen. Hänsel kommt in den Ofen und Gretel? Sie dürfen sich gerne selbst etwas ausdenken.

Die Aufgabe war zu groß, die zerstörerischen inneren Kräfte zu mächtig. Das Steinzeit-Erbgut hat über die hohen Werte von Frieden und Liebe gesiegt. Zwei, die so gut zusammenpassten, sind gescheitert. Außenstehende schütteln den Kopf und verstehen es nicht oder machen ihre unpassenden Bemerkungen.

Halten wir zusammen, so können wir es schaffen, können uns nach dem Flugzeugabsturz – um dieses Bild noch einmal aufzugreifen – retten. Projiziert der Eine in den Anderen hinein, dass der für die missliche Situation der Schuldige sei, sind wir verloren. Sich zu streiten sagt nur, dass zwei Menschen miteinander eine schwere, gleiche Aufgabe zu bewältigen haben, für die eine gemeinsame Lösung nicht gefunden ist. Das ist alles! Kein Grund zur Trennung!

Dauerstreitereien und Gezanke sind schrecklich. Wer will das schon? Oft ist es notwendig, sich rechtzeitig Hilfe zu holen, um die kreative Kraft des Streits zu entdecken und das unbewusste Zusammenpassen zu verstehen. Kampftrennungen sind ein Elend – für alle, auch und besonders für den Verlassenden! Sich vertiefende Liebesbeziehungen oder auch wirklich gute Trennungen – das ist das Ziel.

Bis dass der Tod euch scheidet...

Warum so viele Trennungen, Scheidungen, zerstörte Familien und gefühlsverwirrte Kinder? Viel wird darüber geredet, wenig gesagt! Dabei sind die Antworten einfach: Nie zuvor haben die Menschen in Beziehungsfragen so viel Entscheidungsfreiheit besessen. Leider haben sie dabei über Liebe, Ehe und all diese Dinge nichts oder kaum etwas gelernt. Oder hatten Sie in der Schule ein Fach ,,Beziehungslehre“? Wurde Ihnen erzählt, wodurch Liebe zustande kommen kann, wodurch sie lebendig bleibt, und wie man sich gut trennen kann? Wo früher wirtschaftliche Notwendigkeiten oder Konventionsdruck Ehen zusammen schmiedeten, oftmals zusammen pressten, da herrscht heute Entscheidungsfreiheit. Eine Entscheidungsfreiheit, auf die die meisten Menschen gar nicht ausreichend vorbereitet sind! Umgang mit Freiheit will gelernt sein. Sonst haben Willkür und Tyrannei schnell die Oberhand.

Je besser, also je friedlicher und lebendiger das Beziehungsleben von Menschen ist, um so besser sind diese Menschen in sich selbst ausbalanciert. Jemand mit geringer innerer Konfliktspannung und hoher erlernter und erfahrener Befähigung in Beziehungsfragen wird wenig störende Beziehungsprobleme in seinem Leben entwickeln.

Will ich Verbesserung meiner Kompetenz erreichen, ist also auf zwei Ebenen anzusetzen:

  1. Mehr Wissen anreichern.
  2. Emotional ausgeglichener werden.

Zehn Fragen zur emotionalen Stabilität:

Wie steht es mit Ihrer emotionalen Stabilität? Ein kleiner Test zeigt es. Beantworten Sie die folgenden Fragen, und stellen Sie sich dabei eine Skala von 0 – 10 vor. Null entspricht dabei dem geringsten denkbaren Wert, 10 ist top.

  1. Wie wichtig ist es mir, was die Leute über mich denken und sagen?
  2. Wie gut kann ich mit Kritik anderer, insbesondere mit Vorwürfen, Vorhaltungen und Unterstellungen umgehen?
  3. Wie sehr bringen mich Beschimpfungen anderer Menschen aus dem Gleichgewicht?
  4. Wie sehr neige ich zu Zukunftssorgen?
  5. Wie oft habe ich mir unbegründete Sorgen um meine Gesundheit gemacht?
  6. Wie oft hatte ich körperliche Beschwerden, ohne dass sich hierfür ein organischer Befund finden ließ?
  7. Wie sehr fühle ich mich durch Ängste und/oder Zwänge eingeschränkt?
  8. Wie viel Energie muss ich täglich aufwenden, um meine Emotionen unter Kontrolle zu halten, mich selbst zu beherrschen?
  9. Wie sehr glaube ich daran, dass die in mir wohnenden Befähigungen und Begabungen mir ein ausreichend gutes Leben ermöglichen werden?
  10. Wie gut bin ich in der Lage, mich auf fremde, andersartige Menschen einzulassen?

Beziehungswissen lässt sich auch durch Ratgeber, durch Abgucken bei Anderen und durch zunehmende allgemeine Lebenserfahrung erwerben. Die emotionale Stabilität zu verbessern, verlangt allerdings mehr: Intensivste, mich weiterbringende menschliche Begegnungen oder leidvolle Erfahrungen.

Der Mensch, der mir irgendwann zufällig begegnet ist und zu dem ich eine Liebesbeziehung aufgebaut habe, ist die Aufgabe, die ich zu bewältigen habe. Es gibt kein Entrinnen, keine einfache Lösung!

Negatives hinterlässt immer Spuren

Jede dauerhaft schlechte Liebesbeziehung, jede ,,Kampf- und Kriegstrennung“, hinterlässt Zerstörung, emotionale Störung, krankhafte Spannungen, körperliche Erkrankungen, Lebensentwicklungsnöte, kann zu Alkohol- und Drogenkonsum führen. Da nützt kein Ich-gerechtes Zurechtreden, kein Verleugnen und Verdrängen, keine Schuldzuweisungen. Die Auswirkungen des Unfriedens treten zu Tage.
Andererseits gilt: Ein in sich friedlicher und stimmiger Mensch wird auch zu den schwierigsten und noch so unzulänglichen und „unaufgeräumten“ Menschen eine gute Beziehung herstellen können.
Der andere kann dann gleichsam sein wie eine sehr schwierige Mathematikaufgabe. Ich muss sie lösen. Zwei Wege stehen offen: Ich trenne mich im Guten von der Aufgabe, muss dann eventuell mühsam Umwege gehen. Oder ich entschließe mich, die Aufgabe zu lösen, wenn nicht gleich, dann doch im Laufe der Zeit, unter Umständen eine lange Zeit. Beide Wege verlangen Opfer! Doch am Ende werden die Mühen belohnt!

In der Liebe bleiben

Dazu geht es nur um 3 Zustände des Lebens: Liebe, Selbstentwicklung und Angst. Liebe ist eine Macht des Unbewussten. Wenn sich zwei Menschen ineinander verlieben, finden unerfüllte Wünsche aus der Tiefe der Seele zusammen und eine unsichtbare Stimme aus dem Unbewussten spricht machtvoll: „Wir wollen beide aus dem selben heraus und unser Ziel ist dasselbe: Befreiung!“

Wie bei Hänsel und Gretel soll das Üble, das Leid zweier Seelen durch die Kraft der Liebe füreinander ein für alle mal beseitigt werden. Es kann gelingen. Solange beide immer wieder spüren: Wir sind unterwegs, es geht weiter. Solange eben Entwicklung geschieht.

Die Schwestern der Liebe heißen Freiheit und Vertrauen. Doch gerade sie sind lädiert. Denn nur wenige erleben in ihrer Kindheit, dass sie um ihrer selbst willen unabdingbar geliebt sind. Es gräbt sich eine Angst in die Seele ein: Wenn Du nicht so bist, wie Deine Mutter, Dein Vater oder wer da bestimmend war im Werden der Persönlichkeit, dann bist Du heraus aus der Liebe. Die Angst kommt in die Liebe: Wenn Du so bist, wie Du bist verlierst Du die Liebe derer, die Du doch für Dein Werden in Deinem eigenen noch kleinen einmaligen Leben brauchst.

Zwei gemeine Gestalten bestimmen plötzlich mein Sein: Die eine heißt Angst und die andere heißt Vergeltung. Angst nicht so zu sein, wie der andere mich vermeintlich haben will und Rache dafür, dass der andere mich nicht so annimmt, wie ich auch und eigentlich bin.

Zwei machen sich in Verliebtheit und Liebe auf den Weg und die innere Stimme sagt: „Wir halten zusammen wie Pech und Schwefel. Komme was da wolle.“ Dann kommen die Stressoren des Lebens. Entwicklung in Freiheit wird bedroht. Dann kommt die Angst: „ Ich komme zu kurz.“ Dann ist es nicht mehr weit, dass eine alte hässliche Hexe aus ihrem Verlies kommt. Sie heißt Feindseligkeit:“Du bist Schuld, dass es mir so schlecht geht.“ Die Konflikte der Kindheit sind wieder virulent, als das Ich klein und schwach war und hinnehmen musste, was die Erwachsenen, die Versorger, wollten und was oft gar nicht gut war für die Entwicklung der noch kleinen Seele. Dann ist es nicht mehr weit, dass Hänsel und Gretel sich zerstreiten, auseinandergehen, sich gegenseitig beschädigen. Und wer ist der Profiteur? Richtig: Die Hexe, das Böse und Gemeine des Lebens.

Könnt ihr Menschen das nicht einfach lassen! Es ist doch nicht so schwer. Es sind doch nur 3 Dinge notwendig:

Zuerst versucht den anderen, doch einst geliebten Menschen, in seiner Vorstellungswelt zu verstehen. You see it your way, I see it my way. Ist das so schwer?

Dann helft euch gegenseitig. Helfen, nicht bekämpfen!

Und zuletzt: Lasst euch durch nichts und niemanden aus der Macht der Liebe herausdrängeln.

Wenn schon Angst und Hass und Vergeltung bestimmend sind, dann holt euch Hilfe, bevor es zu spät ist. Eine große Liebe ist zu wertvoll, als sie einfach den bösen Mächten des Zeitgeistes zu überlassen, der nun einmal auf Trennen und Auseinanderdividieren aus ist. Wem nützt der? Euch nicht!

Verlieben

Zwei Unbewusstheiten wollen zueinander finden. Ein Oxytocin-Sturm im Gehirn.
Das Ich, der Steuermann, liegt selig in der Kajüte und lässt den Lebenskahn treiben. Seine Hoffnung heißt: „Alles ist wunderbar und alles wird neu.“ Verschüttete Kräfte erwachen zu Leben, die Zukunft scheint weit und offen. Ängste und Lebensübel sind weggeblasen vom Sturm der Verliebtheit.

Was macht die Natur da mit uns? Sie bringt große Entlastung und wir bekommen eine neue Chance, nicht mehr und nicht weniger. Eine Chance. Verliebtheit ist keine Garantiekarte für anhaltendes Glück. Nur ein Türöffner, es gut hinzubekommen oder besser als bisher.

Denn in der Verliebtheit ist bereits der Same der Enttäuschung hinein gepflanzt.
Wird es dieses mal gelingen, das alte Unkraut rechtzeitig herauszureißen, gemeinsam? Zwei Träume malen sich zusammen. Ihr Thema heißt Befreiung, gemeinsame Befreiung von alter Jauche und verrottetem Seelenschrott. Kindheitsängste, ohnmächtige Wut, ungetröstete Trauer, falsche Schuldgefühle, Demütigungen und erlittene Lieblosigkeiten und Nichtbeachtungen und am allerschlimmsten: Aufgestaute und gut versteckte Vergeltungsaggression.

Nur wenn der Steuermann, das Ich, der bewusste Verstand die alte Last und das Ziel erkennt, wird etwas Gutes werden. Andernfalls wird es nur die Wiederholung des Altbekannten.

Der Alltag des Lebens kommt mit seinen abgerissenen Gestalten im Gefolge.
Sie heißen:

  • Angst, es nicht zu schaffen,
  • Erledigungsdruck,
  • neue Verantwortung,
  • Existenzsorgen,
  • Entwicklungsstau
  • und am Schlimmsten: Ich bin nicht um meiner selbst willen geliebt. Sieht der geliebte Andere mich wirklich ganz und richtig? Wird er auch meine Unzulänglichkeiten in Liebe ertragen? Meine Schwererträglichkeiten, meine emotionalen Durchbrüche, meine Rückzüge , mein Kleinsein ?

Verliebtheit in dauerhafte Liebe zu verwandeln, die auch den Stürmen des Lebens standhält, bedarf unabweislich des Einsatzes unseres bewussten Verstandes.
Der wohnt im obersten Zimmer unseres Lebenshauses. Die Zimmer darunter heißen: Erinnerungen, Emotionen und Körper. Das Ich sieht nach draußen und nach drinnen, es beachtet und registriert und legt am Ende den Kurs fest .

Oder anders gesagt: Verliebtheit ist das bunte Bild. Das Ich und sein Wissen, seine Klugheit, seine Tapferkeit, seine Gerechtigkeit, bilden den Rahmen des Bildes.
Ein Bild ohne Rahmen ist schnell zerrissen und ein Rahmen ohne Bild ist nichts als öde Leere.

Und welches Wissen braucht das Ich? Zuallererst dies: In das, worin sich mein Unbewusstes im Anderen verliebt, dort genau liegt das alte Unerledigte begraben, das früh Erlebte, das oft gar nicht gut war, das, wo zwei schon immer herauskommen wollten und es nicht konnten. Jetzt können sie es gemeinsam schaffen!
Durch die Macht der Liebe, durch Mut und Klugheit und Tapferkeit und Beständigkeit und Treue.

Stattdessen immer wieder:

  • Unfreiheit
  • Demütigungen
  • Einschränkungen
  • falsche Anpassungen
  • Unterdrückungen und Überforderungen
  • vielleicht sogar Gewalterfahrungen und Terror

In der Verliebtheit zieht uns die Seele auch immer zurück in die nicht gemeisterten Gefahrenzonen unserer Kindheit. Werden wir diesmal gemeinsam die Befreiung schaffen? Oder wird es wieder, wie so oft schon zuvor, nur eine Wiederholung der alten Erfahrungen werden? Enttäuschung, Wut, Hass, Vergeltung. Alles ist noch in uns. Kann es dieses Mal endlich verwandelt und durch die Liebe aufgelöst werden ?

Es kann gelingen, aber die Liebe braucht den bewussten Verstand, sonst wird sie scheitern, schlimmstenfalls wieder und wieder.

Und wie sagte es der große Sigmund Freud:„ Erst erinnern, dann handeln!“
Und Jesus sagt: „Das Himmelreich ist in euch.“

Ist doch vielleicht gar nicht so dumm.

Wissenschaftliches

Hier finden Sie den Abdruck fremder Schriften oder von mir bearbeitete wissenschaftliche Veröffentlichungen. Sie sollen Ihnen zur diagnostischen und therapeutischen Orientierung dienen.

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Glaube / Kunst / Philosophie

Hier wird von mir oder von fremden Autoren Geschriebenes veröffentlicht, das den gesamten Menschen in seinem humanistischen und religiösen Bereich berührt.

Bei sich bleiben heißt: ich nehme dich wahr, ich fühle dich, ich höre deine Vorwürfe, dein Geschrei, deine Gemeinheiten, deine maßlosen Forderungen. Du greifst mich an, du haust ab. Deine Tyrannei -ich registriere das alles und bleibe doch bei mir.

Ich lasse mich nie und nimmer in Vorwürfe hineinziehen, in die Wut, in den Hass. Ich rechtfertige mich nicht.

Ich lasse mich nicht von dir in die Ecke drängen, denn ich spüre deine Angst und halte sie in mir aus. Ich lasse mich von dir beschimpfen, aber ich schlage nicht zurück, sondern bleibe still und fest bei mir. Hier bin ich und um mich sind all die, die schreien, die klagen, die jammern, die fordern, die sich aufblasen, die mich als Zielscheibe brauchen, denen ich Projektionsfläche bin für all ihre eigenen inneren Unaufgeräumtheiten – ich bleibe bei mir.

Ich gehe ruhig zu Orten der Stille und der Einkehr und der lieben Freunde und an die Orte von Vertrautheit und Festigkeit. Alles kann ich in mir selbst finden. Jesus sagt zur mir: „Kommt her, alle die ihr ermattet seid von übermäßiger Last. Aufatmen sollt ihr und frei sein.“

Über meine Gedanken, über Einkehr und Gebet kann ich immer ganz bei mir bleiben!

Ich weiß, dass jede Heilung seine Zeit braucht. Auch bedrohte Liebe kann nicht sofort genesen. In diesen schweren Zeiten habe ich meine Oasen, außen und innen. Dort kann ich neu werden. Dann kann ich wieder aufbrechen.

„Es begann ganz friedlich“, sagte er. Zum Schluss artete es wieder aus. Sie machte Vorwürfe: „Ich kann nicht nachvollziehen, dass du dich nicht erinnern kannst….“, schnippisch, bissig, immer kommt irgend ein Tritt, es soll mir nicht gut gehen. Bei mir unglaublicher Ärger, dass ich wieder einmal vor vollendeten Tatsachen gesetzt werde.“

Tyrannei. Dieses Opfer bin ich nicht! Ich will frei sei!

Aber wie kann ich in dieser Lage als freier Mann leben?

Fest und stark und still, nett und freundlich: „Ich bleibe in Liebe bei mir!“ Vielleicht noch eine wahre, gute, liebevolle Botschaft hinterlassen: „Es tut mir leid, dass es dir mit mir so schlecht geht. Mit uns beiden geschieht Schlimmes zur Zeit. Wir brauchen Hilfe.“

In Aufgebrachtheit können keine guten Lösungen wachsen. Wenn Ihr stille bliebet, so würdet Ihr errettet! Der Starke ist still und bleibt in Liebe und Mitgefühl bei sich. Niemals rechtfertigen! Aus Angriff und Rechtfertigung wird kein Frieden und kein Triumph, nur endlose Zerfleischerei.

Vielleicht am Ende noch: Es gibt einen Weg, dass es wieder gut wird mit uns: Gott wird uns helfen! Wir brauchen die Verbindung zu ihm.

Die meisten Menschen sind nicht darauf bedacht,
sich zu ändern,
sondern nur zu beweisen,
dass sie sich nicht zu ändern brauchen.
Ändern sollen sich nur die anderen.

Erich Fromm

Wenn wir uns mal nicht verstehen,
sagen wir’s noch einmal neu;
das löst dann im Handumdrehen
jede Skepsis oder Scheu!

Doch wir sagen es bedächtig,
nicht wie Menschen schnell und laut:
so verstehen wir uns prächtig,
werden lieb und – vertraut!

heißt nicht: „Hier bin nur ich in meiner Welt und was um mich herum geschieht ist mir Wurst“. So redet der Idiot (griechisch=Eigensinniger). Bei sich bleiben heißt auch nicht: „Ich lasse die Anderen klagen, jammern, stöhnen, leiden – das prallt bei mir ab wie an einer Rüstung. Ihr könnt mich alle mal….“.

So ist das nicht gemeint. Sondern: Ich bleibe fest in dem Wissen und in der Hoffnung, dass durch mein gutes Sein, durch meine innere Harmonie, durch meine Festigkeit ich mithelfe, dass das Gute außen geschehen kann. Mein gutes Inneres verbindet sich mit dem Guten, dass das Leben jederzeit bringen kann.

Da ist ein fortwährender Informationsfluss zwischen Außen und Innen. Da spricht im Neuen Testament die Frau aus Kanaan zu Jesus: „Du allein kannst mir helfen“. Sie bleibt beharrlich, als Jesus sie aus einem anderen Volksstamm kommend ablehnt. „Du kannst meine Tochter heilen“. Und Jesus spricht: „Dein Glaube ist groß. Dir ist geholfen.“ Aus innerer Bereitschaft und festem Glauben wird das neue Gute! Bei sich bleiben heißt, fest in sich selbst und im Glauben bleiben. Das Gute entsteht aus dem Guten. Nicht gegenan gehen, nicht rechtfertigen, nicht kämpfen, nicht weglaufen, nicht beschuldigen, nicht vorwerfen, keine Vorhaltungen, keine bösen Unterstellungen! Nur aus der inneren Festigkeit, der Stille und der Liebe das Gute zurücksenden.

Warum ist das oft so schwer?

Körper, Geist & Seele im Einklang

Kontaktmöglichkeiten Praxis Dr. med. Stephan in Wentorf

Adresse

Hauptstrasse 7a | 21465 Wentorf